Welterbe-Buchenwälder auf Jasmund im internationalen Focus


Die etwa 30 Gäste interessierten sich für alle Informationspunkte der Welterbestätte: vom Schild, das die Grenze des Teilgebietes markiert bis zum Welterbefenster mit Blick in einen typisches Buchenwald. (Foto: P. Lehmann)

Welterbe-Experten der baltischen, westeuropäischen und mediterranen Länder besuchten am 26. September den herbstlichen Nationalpark Jasmund. Zuvor tagte die Gruppe zwei Tage im Auswärtigen Amt in Berlin im Rahmen eines europäischen Treffens der fokal points. Gemeinsam mit Vertretern des UNESCO-Welterbezentrums aus Paris sowie der Organisationen ICOMOS und IUCN berieten sie über die periodische Berichterstattung der Welterbestätten. “Die trilaterale Weltnaturerbestätte Buchenwälder muss im Jahre 2014 den Fragenkatalog der UNESCO beantworten. Die Verantwortlichen der einzelnen Teilgebiete erarbeiten den gemeinsamen Bericht, der dann dem UNESCO-Welterbezentrum vorgelegt wird. Es bleibt also ausreichend Zeit zur Vorbereitung des Fragenkataloges, mit dem regelmäßig der Erhaltungsstatus aller Welterbestätten geprüft wird.” , berichtete Barbara Engels, Bundesamt für Naturschutz, von der Tagung.


Die internationalen Teilnehmer weilten zum ersten Mal im Nationalpark Jasmund und zeigten sich beeindruckt von den herbstlichen Blicken auf die Kreideküste.
Foto: K. Bärwald

Die Exkursionsteilnehmer nutzten die Wanderung durch den Nationalpark, um sich über den Park und das Gebietsmanagement zu informieren. Katrin Bärwald vom Nationalparkamt beantwortete ihre zahlreichen Fragen zur Besucherlenkung, zum Wildtiermanagement und zu regionalen Kooperationen, die mit der Welterbenominierung eine starke Belebung erfahren haben. Im Nationalparkzentrum KÖNIGSSTUHL begrüßte Geschäftsführer Ulf Steiner die Gruppe und dankte den Gästen der “Welterbefamilie” für die Aufnahme der europäischen Buchenwälder. Die überwiegend für Weltkulturerbestätten Verantwortlichen, einschließlich der Vertreterin des Vatikanstaates, zeigten großes Interesse an der Gestaltung und Philosophie der Nationalparkausstellung und an den kulturellen Bezügen zu der berühmten Küstenlandschaft, wie dem Wirken von Caspar David Friedrich.

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