UNESCO-Botschafter staunten über Alte Buchenwälder


Alte Buchenwälder im Nationalpark Jasmund
Foto: I. Stodian

Im Nationalpark Jasmund endete am 16. Mai die Rundreise von 12 internationalen UNESCO-Botschaftern durch norddeutsche Welterbestätten. Die Vertreter aus Malaysia, Japan, Honduras und europäischen und nordafrikanischen Ländern zeigten sich sichtlich beeindruckt von den ehrwürdigen alten Buchen am Kreidekliff. Buchenwälder kannten die wenigsten der Gäste. Die Fragen: „Warum setzten sich gerade die Buchenwälder so durch?“ und „Wie konnten sie mit so großer Geschwindigkeit einen ganzen Kontinent erobern?“ bewegten die Welterbeexperten. Dr. Ingolf Stodian, Leiter der Außenstelle des Nationalparks erläuterte unter frischem Buchengrün, wie die große Schattentoleranz der Bäume und ihre enorme Anpassung an verschiedenste Böden einen dauerhaften Vorsprung gegenüber anderen Baumarten sichert. Bis heute dauert das Ausbreiten der Buchen an. Dennoch sind alte Buchenwälder sehr selten geworden und nur noch in gut geschützten Gebieten zu finden. Dass dieses weltweit einmalige Naturphänomen die Anerkennung der UNESCO verdient, bestätigten die Experten einhellig. Vertraut mit dem Management anderer Welterbestätten, interessierte die Gäste ebenfalls, wie die zahlreichen Besucher der Welterbestätte informiert und gelenkt werden. Susann Flade vom Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL führte sie vom Königsstuhl durch die Erlebnisausstellung und konnte überzeugen, dass gerade die interaktive und emotional gestaltete Ausstellung die Besucher in die Tiefen der Lebensräume der Buchenwälder mitnimmt. So werden Bereiche sichtbar, die direkt in der Natur nicht zu erkennen oder nicht zugänglich sind. Die Gäste erleben die Buchenwälder als vielfältigen und artenreichen Lebensraum. Das UNESCO-Welterbe wird greifbar und sein besonderer Wert deutlich.

Nationalparkamt Vorpommern

Nationalparkzentrum KÖNIGSSTUHL

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