Forschung im Nationalpark

Vegetationsuntersuchung im Grünland
Vegetationsuntersuchungen im Nationalpark.
(Foto: J. Schmiedel)

Grundsätze für Forschung und Wissenschaft

Wissenschaftliche Aktivitäten im Nationalpark haben sich dem Schutzziel unterzuordnen. Grundlagenforschung, die auch in anderen Gebieten möglich ist, soll nicht stattfinden. Jedoch ist Forschung durchaus erwünscht, denn über die ablaufenden natürlichen Prozesse und die Möglichkeiten zur Regeneration gestörter Landschaftsteile ist vieles noch im Unklaren.
Aus wissenschaftlicher Sicht sollen Nationalparke als Beispiel- und Vergleichsflächen dienen, die zeigen, wie sich Natur und Landschaft ohne Nutzung entwickeln. Insbesondere soll die Untersuchung von Prozessen und Regelungsmechanismen in wenig gestörten Ökosystemen sowie natürlicher Regenarationsprozesse ermöglicht werden. Für ausgewählte Sachverhalte wird eine Dauerbeobachtung (Monitoring) angestrebt. Angesichts der zeitlichen Dimensionen, in denen die Entwicklung von Ökosystemen oder deren Regeneration verläuft, wird deutlich, dass fundierte Erkenntnisse nur durch langfristig angelegte Untersuchungen gewonnen werden können.
Um der Wissenschaft im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft eine einheitliche Grundlage zu geben, wurden “Allgemeine Richtlinien für Betreuungs- und Forschungsarbeiten in Großschutzgebieten” erarbeitet. Sie regeln im Detail, welche Forschungsarbeiten gestattet werden, und sie sind die Entscheidungsgrundlage des Nationalparkamtes bei Anträgen.

Probenahme
Probenahme vom Forschungs-
schiff der Universität Rostock.
(Foto: J. Schmiedel)

Wer forscht im Nationalpark?

Das Nationalparkamt gibt für spezielle Fragestellungen selbst Forschungsarbeiten in Auftrag. Allerdings setzen die verfügbaren finanziellen Mittel dem enge Grenzen. Der Hauptteil der Forschung im Nationalpark wird im Rahmen größerer nationaler Untersuchungsprojekte oder in der Form von Diplomarbeiten oder Dissertationen durch die Universitäten Rostock und Greifswald durchgeführt. Beide Universitäten unterhalten spezielle Labor- und Forschungsstationen im Gebiet des Nationalparks.

Forschungsschwerpunkte

Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft werden derzeit Forschungsaktivitäten in erster Linie zu drei Themenkomplexen durchgeführt, die eng mit Nationalparkzielstellung und -entwicklung zusammen hängen:

  • Regeneration von Küstenüberflutungsmooren mit gestörtem Wasserhaushalt,
  • Überführung ehemaliger Wirtschaftswälder in natürliche Entwicklung,
  • Regeneration der stark eutrophierten Bodden.

Siehe auch:

Forschungskonzept (Dateigröße: 1,4 MB)

Anlageband zum Forschungskonzept (Dateigröße: 1,0 MB)

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