Landschaftsnutzung im Nationalpark


Kulturlandschaft auf der Insel Ummanz.
(Foto: J. Schmiedel)

Umweltgerechte Nutzung

Grundsätzlich soll in Nationalparken auf eine wirtschaftsbestimmte Flächennutzung verzichtet werden. Das heißt jedoch nicht, dass keine Flächennutzungen stattfinden. Allerdings werden Sie Dinge wie eine konventionelle, intensive Land- und Forstwirtschaft im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft nicht finden, denn Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei müssen mit den Zielen des Nationalparkes verträglich sein. Das heißt, dass sie einer (weitgehend) natürlichen Entwicklung der Landschaft nicht entgegen stehen sollen. Einige Flächen wurden, um diese natürliche Entwicklung zu ermöglichen, aus der Nutzung genommen und unterliegen nun einer völlig freien, nur von der Natur gesteuerten Entwicklung.

Für einige Flächen des Nationalparks ist eine Nutzung aber erforderlich, um ihren Wert für Natur und Naturschutz zu erhalten. Denn auch durch menschliche Nutzungen entstandene Biotope werden in einem Nationalpark geschützt, wenn auch nur auf verhältnismäßig kleiner Fläche. Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft sind vor allem die durch jahrhundertelange Beweidung entstandenen Salzgrasländer charakteristisch. Aber auch die Dünenheide auf Hiddensee oder viele Magerrasen sind durch die menschliche Nutzung und Bewirtschaftung der Landschaft zumindest mit geprägt worden. Die hoch aufgewachsenen Salztorfe der beweideten Boddeninseln konnten sich nur im Zusammenhang mit der menschlichen Landschaftsnutzung entwickeln. Das Nationalparkamt ist bestrebt, diese Gebiete durch eine fortdauernde landwirtschaftliche Extensivnutzung zu erhalten.

Die wichtigsten Flächennutzer im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft sind auf den Landflächen Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Auf den Wasserflächen findet die Fischerei großflächig statt.

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