Landschaftsnutzung im Nationalpark

Fischerei

Fischerboote
Fischerei im Nationalpark.
(Foto: J. Schmiedel)

Althergebrachte Nutzung

Im Nationalpark fischen, zumindest gelegentlich, über 100 Fischer. Einige sind nebenberuflich, die meisten jedoch hauptberuflich tätig. Es handelt sich durchweg um kleine bis mittelgroße Betriebe. In der Schutzzone I unterliegt die Fischerei einem besonderen Genehmigungsvorbehalt, ist also grundsätzlich verboten. Intensive Formen des Fischfangs, wie die Schleppnetzfischerei, sind im Nationalpark (wie in den inneren Küstengewässern des Landes Mecklenburg-Vorpommern generell) verboten. Fast jedem Besucher fallen die zahlreichen Stellnetze in den Boddengewässern auf. Außerdem werden häufig Reusen verwendet. Beide Fangarten stellen althergebrachte Formen der fischereilichen Nutzung dar. Die durch diese Art der Fischerei entstehenden Störungen sind meistens begrenzt und daher auch im Nationalpark tolierierbar. Allerdings sind besonders empfindliche Flächen auch für die Stellnetzfischerei “tabu”.

Für die Existenz der Fischereiunternehmen im Bereich der Bodden des Nationalparks sind vor allem die Erlöse aus dem Fangaufkommen der vier Fischarten Zander, Hecht, Barsch und Aal wichtig. Vom Fang in der Ostsee sind Dorsch, Hering, Flunder und Hornhecht die bedeutendsten. Durch die Direktvermarktung des Fanges an Touristen bestehen in der Nationalparkregion für die kleinen Fischereibetriebe besondere Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung.

<< Zurück zur Übersicht Landschaftsnutzung
© 2018 Nationalparkamt Vorpommern - Impressum