Flora und Vegetation

Rosa Tupfer im Grasland:
- Grasnelke (Armeria maritima)

Grasnelken auf einem Strandwall
Grasnelken verwandeln ihren Wuchsort in ein Meer von rosafarbenen Blütentupfern.
(Foto: J. Schmiedel)

Schwingende Köpfe im Nationalpark

Die Grasnelke ist eine der Charakterarten des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft und besonders der Insel Hiddensee. Ihre großen rosafarbenen, auf langen Stielen im Wind schwingenden Blütenköpfe sind sowohl in älteren Dünenstadien, in Magerrasen, als auch in Salzgrasländern zu entdecken.

Farbenfrohes Meer am Meer

Grasnelken sind keine Nelken. Sie gehören zur Familie der Bleiwurzgewächse. Verwandte Arten besiedeln Standorte, an denen statt des Salzes hohe Konzentrationen von Schwermetallen den Pflanzen das Leben schwer machen. In vielen Gebirgen mit Erzvorkommen gibt es lokale Rassen.
Ihre Hauptblütezeit haben die Grasnelken von Ende Mai bis Ende Juni. Wo sie häufig sind, wie auf dem Alten Bessin, verwandeln sie ihre Lebensräume dann in ein Meer von rosafarbenen Blütentupfern. Auch danach können Sie noch vereinzelt farbenprächtige Blütenköpfe entdecken. Statt großer Mengen von Blüten bilden die Pflanzen im Hochsommer jedoch die Samen, die wie kleine Fallschirme aufgebaut sind. Bei stärkerem Wind, der hier an der Küste ja bekanntlich häufiger auftritt, können sie weit verweht werden. So gelingt es den Grasnelken immer wieder, neu entstandene Lebensräume rasch zu besiedeln.

Kurz und bündig
  • Auf Salzstandorten müssen die Grasnelken das mit dem Bodenwasser aufgenommene Salz wieder los werden. Sie tun dies, indem sie es in alten, absterbenden Blättern ablagern.
  • Der wissenschaftliche Name “Armeria” kommt aus dem keltischen. Seine Bedeutung kann man fast heraushören: “Am Meer”.
  • Am Rand mancher Autobahnen kommt die Grasnelke dank der Belastung dieser Standorte durch Streusalz heute auch vor.
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