Wirbellose Tiere

Gern verspeist und gut verborgen:
- Wattwurm (Arenicola marina)

Wattwurm
Nur selten sieht man den Wattwurm außerhalb seiner Wohnröhre.
(Foto: Dr. F. Gosselck)

Bedrohliche Schnäbel

Der Wattwurm hat das Pech, eine begehrte Nahrung zu sein. Die langen Schnäbel vieler Wattvögel sind nichts anderes, als hocheffiziente Spezialwerkzeuge zum Orten und Verzehren von Wattwürmern. Die durchziehenden Säbelschnäbler ernähren sich auf dem Windwatt am Bock zum Beispiel überwiegend von den im Watt lebenden Wurmarten.

Bodenfresser

Wattwürmer gehören zur Klasse der Borstenwürmer, deren einzelne Körpersegmente seitlich abstehende Borsten tragen. Manche Borstenwurmarten sehen dadurch ähnlich wie eine Schuhbürste aus. Der Wattwurm ist ein eher borstenarmer Vertreter seiner Zunft. Er erreicht eine Länge von bis zu 35 cm. Die Färbung reicht von gelblich, rötlich bis rötlichbraun oder bläulichrot, grünlich oder dunkeloliv bis schwarzbraun. Wattwürmer leben eingegraben im Sand oder Schlamm in einer selbstgebauten U-förmigen Wohnröhre, um so zumindest etwas geschützt vor hungrigen Schnäbeln zu sein. Sie ernähren sich quasi von Bodenmaterial, indem sie den wässrigen Schlick einschlürfen, das Verdauliche verwerten und den großen Rest wieder ausscheiden. So entstehen die kleinen sandigen “Spaghettihaufen” im Watt, die weitgehend aus Sand bestehenden Kothaufen des Wattwurms.

Kurz und bündig
  • Weltweit sind rund 5.400 verschiedene Borstenwurmarten bekannt, die in allen Meeren und Tiefenbereichen vertreten sind.
  • Der Sauerstoffbedarf des Wattwurms ist sehr gering. Daher kann er auch in sauerstoffarmen Schlickwatten überleben.
  • Wird der Wattwurm in die Hand genommen, dann sondert er zur Abwehr einen grünlichen Schleim ab.
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