Fische

Dorsch
In den Meeresgewässern des Nationalparks kommt der anderswo auch Kabeljau genannte Dorsch vor.
(Foto: R. Hausmann)

Fisch-Vielfalt

In einem Wassernationalpark sind Fische zweifellos eine der wichtigsten Tiergruppen. Bedingt durch die vielfältigen Gewässer unterschiedlichster Salzgehalte gibt es im Nationalpark besonders viele Fischarten.

In den Bodden sind 48 natürlich vorkommende Fischarten registriert worden. Ein Zehntel davon sind Wanderfischarten, also Fische, die im Laufe ihres Lebens zwischen Salz- und Süßwasser wechseln, um vom Laichhabitat zum Alterslebensraum (oder umgekehrt) zu gelangen. Der Rest verteilt sich je zur Hälfte auf Fischarten des Süßwassers und des Meeres.
Viele der Süßwasserarten schwimmen durchaus auch einmal in die stärker salzhaltigen Bereiche der Bodden, manche machen sogar “Ausflüge” in die Ostsee. Vermehren können sie sich aber nur in Gewässern ohne oder mit sehr wenig Salz. Die Meerwasserfische kommen überwiegend in den Boddengewässern mit höheren Salzgehalten vor, also den Westrügenschen Bodden und dem Ostteil der Darß-Zingster Bodden. Aber auch von ihnen sind viele Arten zuweilen in Bereichen mit wenig Salz anzutreffen. Feste Verbreitungsgrenzen bestehen für die Fischarten in den Bodden nicht: Gemäß den wechselnden Salzgehalten in den einzelnen Boddenbereichen wechseln auch die vorkommenden Fischarten. Häufig sind Blei, Plötze, Aal, Dreistachliger und Neunstachliger Stichling sowie die ausgeprägten Raubfische Barsch, Zander und Hecht.

In der Ostsee werden 39 Fischarten regelmäßig beobachtet. Typische Vertreter sind Dorsch, Hering, Flunder und Hornhecht, daneben auch Kleine Schlangennadel, Grasnadel und Aalmutter.

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