Bundestreffen der Junior-Ranger in der Rhön

Vom 26.05. bis zum 29.05. hatte es eine 13 Kinder und Jugendliche umfassende Gruppe wanderlustiger Nachwuchsranger zum bundesweiten Junior-Rangertreffen 2016 in das Biosphärenreservat Rhön verschlagen.
Dieser radikale Tausch von Ostseeküste gegen Berglandschaft konnte gegensätzlicher nicht sein. Aber selbst die strapaziöse Anreise stellte sich rasch als spannend und interessant dar. Bereits im Zug erfreuten sich Kinder wie Betreuer gleichermaßen am Ausblick auf die von urtümlichen Gewässern durchzogenen Auenlandschaften und Berghängen, die bis zum Horizont mit Weinstöcken bewachsen waren.
Angekommen und vom herrlichstem Sonnenschein empfangen, wurde unverzüglich der Aufstieg zu ihrem Domizil angetreten. Die sonderbare Residenz war schon von weitem zu erspähen, jedoch genau diese exponierte Lage erschwerte das Erklimmen. Endlich oben angekommen, erschloss sich eine herrliche Aussicht über die weite Landschaft.
Diese erschien am nächsten Morgen beim Blick vom Schlossturm, der sich in unmittelbarer Nähe befand, noch spektakulärer. Dort sollte das Tagwerk mit einer Ralley beginnen, die Abenteuerlust hatte die Kinder gepackt! Ausgerüstet mit einer Karte und einem gewissem Zeitdruck im Nacken, ergriffen sie eilig die Initiative und schlugen anfänglich den falschen Weg ein. Trotz der Schwierigkeiten zu Beginn und etlichen Regenschauern unterwegs, suchten sich die Kinder wacker ihren Weg. Auf ihrer Tour haben sie sich u. a. durch fossiles Gestein gemeißelt und dabei Fossilien freigelegt, ein Floß gezimmert, um den wilden Flußlauf der Fränkischen Saale zu überqueren, mit Pfeil und Bogen geschossen und Biberspuren verfolgt.
Am nächsten Tag öffnete ein großer Markt, gefüllt mit vielen Möglichkeiten der Betätigung. Die Kinder erweiterten ihren Horizont und erwarben neue Fähigkeiten. Sie wurden aktiv im Vogelhausbau sowie beim Bestimmen von Insekten auf der nahe gelegenen Wiese. Ebenso wurde ihnen der Einblick in eine Bienenmagazinbeute gewährt und sogar einen lebensechten Rotmilan gab es zu bestaunen.
Leider gab es abends zum Abschluss eine unerfreuliche Randerscheinung, eine Gewitterfront mit Starkregen und nahezu apokalyptischen Ausmaßen ereilte das Camp. Die schützenden Zufluchtsorte mussten wiederholt gewechselt werden, mal war es ein alter Schloßkeller, mal die Manufaktur des örtlichen Winzers und zu guter Letzt ging es in das Organisationsbüro. Nach mehreren Stunden des tapferen Ausharrens bezogen die Kinder wieder ihre Zelte für die letzte Nacht in der Rhön.
Die Reise wurde gefördert durch die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung aus Erträgen der Lotterie BINGO, unterstützt vom Förderverein Nationalpark Boddenlandschaft und begleitet von Umweltbildnerin Stephanie Pauthner, Ranger Carsten Wagner, Commerzbank-Umweltpraktikant Duc Viet Mai und FöJler Björn Fleischer.

Björn Fleischer


beste Laune bei den Junior-Rangern aus dem Norden

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