Was flog denn da?

Wasservogelzählung im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft ausgewertet


Bei der winterlichen Wasservogelzählung Mitte Januar wurden rund 36.000 Vögel im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft erfasst. Diese Vogelzählung wird traditionell von den Rangern des Nationalparkamtes mit Unterstützung von Vogelfreunden und ehrenamtlichen Ornithologen durchgeführt. In diesem Jahr engagierten sich neben den 8 hauptamtlichen Schutzgebietsbetreuern 18 freiwillige Vogelzähler. Als häufigste Vogelarten wurden mit deutlichem Abstand der Höckerschwan mit 9.637 Exemplaren und die Stockente mit 8.325 Exemplaren notiert. Auf Platz 3 kam die Kanadagans mit 1.871 Vögeln dieser Art.
Insgesamt wurden am Zählwochenende 42 Wasservogelarten gefunden. Aufgrund des milden Winters war ein ausreichendes Nahrungsangebot auch für Arten vorhanden, die in anderen Wintern in südlichere Gefilde ziehen. So freuten sich die Zähler über Rotschenkel, Austernfischer und Pfuhlschnepfe. Auffallend war auch der neue Rekord von 55 Silberreihern, die mittlerweile im Schutzgebiet überwintern.
Andere Wintergäste machten sich aufgrund des milden Wetters eher rar. So wurden nur 126 Eisenten entdeckt. Der zurückgehende Bestand der Meeresente ist ein Grund, warum die Eisente zum Seevogel des Jahres gewählt wurde.
Traditionell wird die Wasservogelzählung auch genutzt, um den winterlichen Seeadlerbestand im Nationalpark zu erfassen. In diesem Jahr wurden 35 Adler entdeckt.
Um die Vogelerfassung auf den Zählstrecken im Nationalpark in Zukunft noch besser absichern zu können, werden insbesondere für den Bereich Westrügen ehrenamtliche Vogelzähler gesucht. Bei Interesse bitte im Nationalparkamt Vorpommern melden. Kontakt: 038234/5020 oder poststelle@npa-vp.mvnet.de

Nationalparkamt Vorpommern
Fotos Lutz Storm


1. „Keen Tid“, werden die kleinen flinken Sanderlinge liebevoll in der plattdeutschen Sprache genannt.

2. Nicht immer sind Wasservögel so gut zu beobachten wie diese Stockente – ein gutes Fernglas und wachsame Augen sind nötig, um die gefiederte Vielfalt in der Winterlandschaft zu erkennen.

3. Im Nationalpark zu Hause – ein junger Höckerschwan



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