30 Jahre Nationalpark

Ein guter Anfang

Born. In diesem Jahr werden die Nationalparke des Landes 30. Am 12. September 1990 wurde mit dem legendären letzten Tagesordnungspunkt der Sitzung des letzten Ministerrates der DDR Naturschutzgeschichte geschrieben.

14 großflächigen Landschaften zwischen Ostsee und Elbsandsteingebirge, darunter fünf Nationalparke wurden per Gesetz festgeschrieben und geschützt. Der Einigungsvertrag übernahm das „Tafelsilber der Einheit“. Nicht nur für Deutschland, auch weit über die Landesgrenzen hinaus sind die ostdeutschen Nationalparke inzwischen zu Markenzeichen geworden.


30 Jahre Nationalparkgeschichte stehen in der Vorpommerschen Boddenlandschaft für einen steten Wandel, nicht nur an der bewegten Küste und in Dünenlandschaften. Bauliche Altlasten wurden entfernt, Moore renaturiert und naturferne Waldbereiche strukturiert und dann der natürlichen Entwicklung überlassen. Für die Nationalparkbesucher wird von Beginn an eine Infrastruktur unterhalten, die mit Ausstellungen, Wegen, Beobachtungseinrichtungen und Informationstafeln das Erleben dieser einmaligen Landschaften ermöglicht.

Der Fokus im Jubiläumsjahr richtet sich für den Leiter des Nationalparkamtes, Gernot Haffner, aber auch auf die Beziehung Mensch-Nationalpark im Wandel der 30 Jahre.
„Die Menschen, die für den Schutz des Gebietes sorgen, haben ebenfalls Veränderungen erlebt, sei es die Struktur der Nationalparkverwaltung, die sinkende Anzahl der Mitarbeiter auf der einen Seite, viele neue Partnerschaften und Unterstützer auf der andern. Als beständige Größe prägen die Rangerinnen und Ranger das Bild des Parks, als qualifizierte Ansprechpartner im Gebiet und Hüter der Natur.“

Auch für die Menschen, die zu Gast sind und die Menschen, die in der Region leben, haben sich die Perspektiven auf den Nationalpark gewandelt. Das Verständnis dafür, dass es zum Schutz der Natur Regeln braucht, überwiegt. Die Ausnahmen machen die kleineren und manchmal großen Herausforderungen in der Arbeit der Nationalparkverwaltung aus. Wie Einwohner den Nationalpark sehen, wurde im Rahmen eines deutsch-polnischen EU-Projektes untersucht. Durch die Universität Greifswald wurde dafür eine Einwohnerbefragung per Telefon initiiert. Die Ergebnisse der Untersuchung wird der Geograph Professor Dr. Wilhelm Steingrube zum Saisonauftakt 2020, am 19. März in Prerow, vorstellen. Soviel vorab – der Nationalpark ist in vielen Köpfen und Herzen der Menschen angekommen.

Bei allem Wandel, geblieben ist der Grundsatz, der nahezu jedem Nationalpark eigen ist, „Natur Natur sein lassen“. Viele Menschen sorgen dafür, dass die Faszination dieser Landschaften erhalten bleibt. 30 Jahre sind ein guter Anfang und ein Grund, um Danke zu sagen und zu feiern.

Nationalparkamt Vorpommern

Foto: K. Bärwald

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