15 Jahre Nationalpark

Teil 11: Nie Stillstand


Bürgermeister Lange und Staatssekretär
Glitz durchschneiden das
Band zur Nationalparkausstellung
(Foto: W.Schröder)

Die öffentliche Auswertung der Tourismussaison findet 2001 in Waase auf Ummanz statt.

Auf Rügen und Ummanz gibt es Fragen. Gert Graumann, langjähriger Mitarbeiter im Nationalparkamt, ist im vergangenen Jahr in den Ruhestand gegangen. Wer wird ihm, der fast von Anfang an dabei war, ein würdiger Nachfolger werden? Wo wird er sitzen?

Der Initiative Gert Graumanns war es zu verdanken, dass das Nationalparkamt 1999 mit einer provisorischen Ausstellung in die vorerst nur äußerlich wieder hergestellte Alte Küsterei in Waase einziehen konnte. Jetzt, 2001, kann die Gemeinde nach einer Finanzspritze aus Schwerin mit dem Innenausbau loslegen: Decken und Wände werden verputzt, eine Heizung installiert, Fußböden geschüttet und gefliest. Am 11. Juni ist feierliche Eröffnung der Küsterei als „Infohaus“. Ummanz-Information und eine umfangreiche Nationalparkausstellung sind jetzt unter einem Dach vereint. Der Staatssekretär des Umweltministers würdigt in seiner Rede die beispielhafte Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Nationalparkamt und Bauunternehmen.
Anfang des Jahres übergibt das Bundesvermögensamt der Bug GmbH & Co KG Flächen auf dem Nordbug. Abrissarbeiten laufen an und sollen bis zum Jahresende abgeschlossen werden.
Zum 1. September wird Dr. Ingolf Stodian als neuer Mitarbeiter für Arten- und Biotopschutz im Nationalparkamt eingestellt. Obgleich für den gesamten Nationalpark zuständig, ist sein Büro in Schaprode.

Auch woanders geht es weiter

Im März werden die Wege für den Dünenlehrpfad auf Hiddensee
befestigt und mit Schreddermaterial abgedeckt. Anfang April treffen sich
Vertreter der Insel, der Stadt Stralsund und des Nationalparkamtes um über die Wegeführung auf dem Dornbusch und über die Unterhaltung der Wanderwege abzustimmen.
2001 werden am Enddorn die Bunker zurückgebaut. Die
Ausstellung im Nationalparkhaus wird durch eine „Boddentafel“ komplettiert.
Auf Darß und Zingst werden Besuchereinrichtungen erneuert.
In der Sundischen Wiese, am Ausgangspunkt für vielfältige Touren über den Ostzingst, wird eine große und übersichtlich gestaltete Informationstafel
aufgestellt.


Darßer Ort: „Adlerplattform“
(Foto: H.Konow)

Der Landrat des Kreises Nordvorpommern, Wolfhard Molkentin,
durchschneidet am 31. Mai das Band zu einer Beobachtungsplattform, der „Adlerplattform“, am Darßer Ort.
Besucher der „alten Kurverwaltung“ in Zingst werden ab Mai mit einer Nationalparkausstellung empfangen. Initiiert und erstellt wurde die Ausstellung durch die Kur- und Tourismus GmbH des Ortes.
Am 1. Juli finden im Darßort Wieck 18 Monate intensive Bau-
und Rekonstruktionsarbeiten an der Alten Schule ihren krönenden Abschluss. Das Nationalpark- und Gästezentrum „Darßer Arche“ sticht in See. Geschäftsführer, Michael Hubert, ist sowohl mit der benötigten Zeit als auch mit der Einhaltung der geplanten Kosten zufrieden.

Umweltbildung verbessert sich

Mitte September zieht das Sachgebiet Umweltbildung/Fachexkursionen des Nationalparkamtes in die Darßer Arche ein. Anfangs war Umweltbildung Teil der Öffentlichkeitsarbeit.
Erst seit 1996 gibt es eine eigene Stelle dafür. Ulrike Rentz und Chris Bokemeyer-Siems teilen sich Stelle und Arbeit. Ihr erstes Büro war ein schmaler, dunkler Raum. In der Arche beziehen sie ein großes, helles Büro. Dennoch, für die Umsetzung der so bedeutsamen Umweltbildung ist eine Stelle nicht ausreichend.

Hilfe kommt durch junge Menschen, die im Rahmen eines Praktikums tatkräftig mitwirken. Möglich wird dies durch einen Vertrag zwischen Europarc Deutschland und der Commerzbank AG. “Sie sind wieder da“, spricht es sich dann im Mai schnell herum. In der Einsatzzeit der Commerzbank-Praktikanten bis Oktober können nicht nur verstärkt Projekttage für Schulen durchgeführt werden, es werden auch Sonderführungen wie die „Familienführungen“ angeboten und Vorträge gehalten. Auf Hiddensee übernehmen die Praktikanten nahezu alle Führungen. Wie ideenreich die jungen Leute tätig sind, wird immer im Bildungszelt auf dem Nationalparktag in Wieck deutlich.

2001 bahnt sich weitere Unterstützung in der Umweltbildung an. Angelika Schröder und Holger Beu, Mitarbeiter der Nationalparkwacht im Revier Born, bauen eine Arbeitsgemeinschaft mit Kindern der Grundschule Born auf. Wöchentlich einmal treffen sie sich mit den Kindern nach einem selbst erarbeiteten Plan.

Autor: Dr. H. Konow

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