15 Jahre Nationalpark

Teil 13: Ausbildung im Nationalpark

Seit 1995 werden Verwaltungsfachangestellte in der Nationalparkverwaltung ausgebildet, seit 1998 auch Forstwirte. Der Beruf Forstwirt ist in Deutschland ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf.

Theorie und Praxis bestimmen die dreijährige Lehrzeit. Dass es bei der Ausbildung gleich zur Sache geht, erlebt eine Journalistin bei einem Arbeitsbesuch im Darß. Sie schreibt: „Unter den Männern mit den grünen Anzügen … sind auch Maik Ebert aus Bodstedt und Sebastian Harport aus Wüstenhagen bei Stralsund. Sie sind im ersten Lehrjahr mit dem Holzeinschlag beschäftigt.“ 25 % der jährlichen Holzmenge wird von Lehrlingen erbracht. Während der Ausbildung wird auch gemäht und gepflanzt, werden Zäune, Besuchereinrichtungen u. a. gebaut.


Beitrag zu wissenschaftl. Erhebungen –
Azubis bei der Winterbodensuche
(Foto: M.Kayserling)

Das Jahr 2003 geht als Jahr der Wettbewerbe in die Chronik ein. Beim Regionalwettbewerb der Forstlehrlinge holen mit Martin Wolter aus dem 2. und Michael Ostermeier aus dem 3. Lehrjahr gleich zwei junge Männer aus dem Nationalparkamt erste Plätze. Letzterer hat sich damit die Teilnahme an der Landeswaldarbeitermeisterschaft erkämpft. Zu diesen alle zwei Jahre stattfindenden Wettkämpfen werden nur die besten Forstwirte der Forst- und Nationalparkämter des Landes M-V geschickt. Michael erkämpft sich den dritten Platz und damit die Teilnahme an den Bundes-Waldarbeitermeisterschaften. Er fährt nach Bayern und kehrt mit dem 6. Platz zurück.
Nach sehr gutem Abschluss seiner Lehre wird Michael noch im selben Jahr befristet für zwei Jahre in den Landesdienst übernommen.

In der Verwaltung lernt 2003 Katharina Rudolph aus Dändorf. Auch ihre Ausbildungszeit beträgt drei Jahre. Während sie im Herbst in die letzte Phase ihrer Lehre eintritt, nimmt Samira Westermeyer eine solche Ausbildung auf. Lehre heißt für beide, alle Verwaltungsbereiche zu durchlaufen. Ist grundlegendes Wissen vorhanden, wird auch schon mal etwas selbstständig bearbeitet. So hinterlässt jeder Azubi seine individuellen Spuren: nicht nur durch Vermerke auf Inventurprotokollen, nein auch durch ganz persönliche Beiträge. Katharina hat sich intensiv der Nationalparkchronik zugewandt, andere schreiben Texte für Ausstellungen oder entwickeln Formblätter. In diesem Herbst absolviert Katharina ein Praktikum beim Amt Darß-Fischland. Jedem Azubi werden solche Möglichkeiten eingeräumt. Das erhöht die Flexibilität. Das nächste Praktikum wird Katharina in der Gemeindeverwaltung Zingst machen. Später findet sie dort sogar eine Anstellung.

Kurz umrissen

Das Deutsche Wirtschaftswissenschaftliche Institut in München stellt fest: „An der Anzahl der Gäste gemessen, ist der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft der beliebteste unter den 13 deutschen Nationalparken …“. Für die Errichtung von Bohlenstegen am Pramort und am Darßer Ort sowie für die Instandsetzung von Wegen werden ca. 200.000 € ausgegeben. Nach fünf Jahren muss der Holzbohlensteg an der Hohen Düne von Pramort komplett erneuert werden. Eine neue Beobachtungsplattform wird in Pramort eröffnet. Zur Beruhigung des herbstlichen Kranicheinfluges dort treten für die Monate September/Oktober besondere Regelungen in Kraft. In der Information darüber gibt es noch Lücken.
Aus dem Müritz-Nationalpark wird Ulla Mörchen vertretungsweise in das Sachgebiet Umweltbildung an die Ostseeküste abgeordnet.


Die Initiatoren am neuen Zugang zur Borner Ausstellung
(Foto: H.Konow)

Zur Ausstellung in Born führt jetzt auch ein Weg direkt von der Straße. Die Besucherzahlen steigen sprunghaft an.
Der Wettbewerb „Nationalparkfreundliches Hotel“ wird neu aufgelegt. Diese Initiative wird durch den Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst gefördert und begleitet. Im Rahmen des „Europäischen Tages der Parke“ findet wieder ein Borner Markt statt, erstmalig organisiert durch die Gemeinde Born sowie die Kur- und Tourismus GmbH Darß. Mit dem Tag wird der IGA-Außenstandort Born, Wieck mit Nationalpark und Darßer Arche vor Ort eröffnet. Das Nationalparkamt wird Mitglied im Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst.
Wie alljährlich wird der Nationalparktag mit vielfältigen Veranstaltungen im gesamten Nationalpark begangen.
Auf dem Darß ist damit die Beendigung des IGA-Außenstandortes verbunden.
Das Wachgebäude auf dem Ostzingst in der Sundischen Wiese wird verkauft. Der Käufer, das StAUN Stralsund, schließt mit dem Nationalparkamt einen Nutzungsvertrag ab.

Autor: Dr. H. Konow

© 2018 Nationalparkamt Vorpommern - Impressum