Für mehr Wildnis von den Alpen bis zum Meer

Mit dem Titel „Entdecke Wildnis!“ hatte ein großartiger kleiner Film am 31. Januar vor mehr als 250 Gästen in Berlin Prämiere. Auf dem Nationalen Forum für Biologische Vielfalt des Bundesumweltministeriums stellte die Initiative „Wildnis in Deutschland“ den Trailer vor. „Wer an Wildnis denkt, der denkt oft an grandiose Landschaften ohne Straßen und Stromleitungen, an undurchdringliche Wälder und Abenteuer. Das gibt es auch bei uns in Deutschland! Und ‚Entdecke Wildnis!’ liefert den Beweis“, so Manuel Schweiger, Wildnisreferent der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt und Koordinator der Initiative „Wildnis in Deutschland“. „Natürlich kann jederauch die Wildnis unterstützen“, so Schweiger. „Ein erster Schritt: Teilt den Film in euren Netzwerken.“

Im Film geht das Publikum mit auf die Reise in große deutsche Wildnisgebiete und sieht in dreieinhalb Minuten die wilden und schönen Seiten Deutschlands und wie wertvoll Wildnis ist. Eines der drei vorgestellten Gebiete ist die Küstenlandschaft am Darßer Ort im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Annett Storm, Wildnisführerin und Geschäftsführerin der Fördervereins des Nationalparks tritt darin als Protagonisten für die Wildnis an der Küste auf. „Ich zeige den Besuchern, wie alles zusammenhängt. Viele Menschen sehen die Natur danach mit ganz anderen Augen und sagen: Das habe ich alles gar nicht gewusst! Sie gehen dann anders durch den Wald, betrachten anders eine Düne. Sie sind achtsamer, entdecken viel mehr“, sagt Annett Storm. Und sie ist überzeugt: „Wildnis ist Vergangenheit und Zukunft.“


Warum brauchen wir mehr Wildnis für Deutschland? Klare Statements und ergreifenden Naturaufnahmen im Film überzeugen in wenigen Minuten. Foto: ZGF

Die Initiative „Wildnis in Deutschland“ wird von 16 Naturschutzorganisationen, zahlreichen Expertinnen und Experten sowie dem Bundesumweltministerium und dem Bundesamt für Naturschutz unterstützt. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) koordiniert die Aktivitäten. Durch Vernetzung, Beratung und Kommunikation unterstützt die Initiative die Wildnisziele der Bundesregierung: Bis zum Jahr 2020 sollen 2 % der Landesfläche Deutschlands als Wildnisgebiete geschützt sein. Aktuell sind es etwa 0,6 %.

Dr. Elsa Nickel, Abteilungsleiterin für Naturschutz im Bundesumweltministerium, sagte dazu anlässlich der Filmpremiere:
„Schon vor einem halben Jahrhundert war der berühmte deutsche Tierprofessor Bernhard Grzimek überzeugt, dass wir große Wildnisgebiete erhalten müssen als wertvollen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Das gilt weltweit – aber auch für uns in Deutschland. Deshalb wollen wir zwei Prozent der Landesfläche als Wildnisgebiete schützen. Sehr viele Menschen befürworten wilde Natur. Doch das Wilde ist oft auch unbekannt. Wir müssen uns ihm erst wieder annähern. Ich freue mich, dass der neue Film „Entdecke Wildnis!“ genau dazu einlädt“.

Ab sofort steht der Film auf der Webseite www.wildnis-in-deutschland.de zum Download bereit.

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) fördert das Projekt „Wildniskommunikation“ bei der ZGF mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Kontakt: Projektbüro „Wildnis in Deutschland“
Isabell Ziesche (Wildniskommunikation), Manuel Schweiger (Wildnisreferent)
Zoologische Gesellschaft Frankfurt | Abteilung Europa
Bernhard-Grzimek-Allee 1, 60316 Frankfurt

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