Große weltweite Wasservogelzählung

Am Samstag, den 13. Januar 2017 laden die Ranger des Nationalparks auf verschiedenen Zählrouten fleißige Helfer mit Fernglas und Bestimmungsbuch zur Mittwinterzählung ein.


Bei Einbruch des Winters macht sich bei den Vögeln eine große Reisewelle in Richtung Süden auf den Weg. Rund 130 Wasservogelarten nutzen Deutschland als Transitland oder Winterquartier. Im Januar und Februar rasten auf der Ostsee zehntausende arktische Tauch- und Meeresenten. Einige ziehen weiter Richtung Süden, andere bleiben als Wintergäste. Jedes Jahr Mitte Januar findet eine zeitgleiche Zählung der rastenden Wasservögel statt.
Stockenten sind häufige Wintergäste an der Küste. Foto: Klaus Haase

Das Ziel ist dabei, den Gesamtbestand der Arten, ihr Zugverhalten oder langfristige Veränderungen der Lebensräume zu erfassen. Seit 1967, immer Mitte Januar, werden in 150 Ländern der Welt die Bestände aller Wat- und Wasservögel erfasst. Der Monat Januar wurde gewählt, weil dann das Zuggeschehen weitgehend ruht und die Vögel sich konzentriert in wenigen Gebieten aufhalten. Die Ergebnisse der weltweiten Zählung werden Jahr für Jahr ausgewertet. So konnten im milden Januar 2017 mit rund 35.000 vergleichsweise wenige Winterwasservögel im Nationalpark gezählt werden, während im Januar 2009 rund 80.000 Vögel festgestellt wurden.


Treffpunkte

Darß: Um 9.30 Uhr ist der Parkplatz „Drei Eichen“ zwischen Born und Ahrenshoop Treffpunkt für die Zähler entlang der Ostseeküste zwischen Vordarß und Prerow, also entlang des Weststrandes bis zum Leuchtturm Darßer Ort. Nach einer Rast am Natureum geht es über den Rundwanderweg zum Nordstrand in Richtung Prerow weiter. In der Abenddämmerung, nach vielen spannenden Beobachtungen und mit einem hoffentlich gut gefüllten Zählbogen wird gegen 16.00 Uhr Prerow erreicht sein.

Zingst: In Zingst warten um 9.30 Uhr am Strandübergang 4, nahe dem Zingsthof die Ranger auf zahlreiche Mitzähler. Die seeseitige Wanderung dauert etwa vier Stunden.

Zarrenzin: Zur Vogelzählung entlang der idyllischen Barhöfter Boddenufer treffen sich alle Interessierten um
9.30 Uhr an der barrierefreien Plattform in Zarrenzin. Die etwa zweistündige Tour entlang des Wanderweges am Kliff endet in Barhöft an der neuen Nationalparkausstellung im Haus am Kliff, gleich neben dem Aussichtsturm. Turm und Ausstellung haben geöffnet.


Unter sachkundiger Anleitung der Ranger werden alle Wasservögel erfasst. Foto: Lutz Storm

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