Das war unser Saisonauftakt 2018


Der Vortragsraum in der Darßer Arche in Wieck war am Montagvormittag des 12. März bis auf den letzten Stuhl gefüllt. Den Auftakt in die Nationalparksaison teilten der Landrat, die Bürgermeister der Region, Vertreter von Behörden und Verbänden, Nationalpark-Partner, Naturführer und Gäste.




Knapp 80 Gäste besuchten den Saisonauftakt in der Darßer Arche.




Staatssekretär Dr. Jürgen Buchwald hielt ein Plädoyer für den Buchenwald in Mecklenburg-Vorpommern, der von Natur aus das Bundesland prägen würde.

Den Wilden Wald im Fokus hatte auch der Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Jürgen Buchwald, in seinem Grußwort. Das Jahresmotto des Nationalparks im Blick, verdeutlichte er, dass MV mit seinen Anteilen an Waldwildnis deutschlandweit zu den Spitzenreitern gehört. Was die Menschen vom wilden Wald lernen können, fasste er in vier Botschaften zusammen:

„Wilder Wald braucht Zeit. Zeiträume spielen für die Natur einfach keine Rolle, schon gar nicht die menschliche Zeitdimension. Waldgenerationen wechseln in Jahrhundertschritten. …
Wilder Wald ist dynamisch und spontan. Niemand weiß genau, wie ein Baum wachsen wird und wann er stirbt. Wilder Wald ist das Zulassen vom Altwerden und Sterben der Bäume. Es werden neue Bäume folgen. Es wird Wald bleiben.
Wilden Wald braucht die Natur zum Erhalt der Biodiversität. …
Wilden Wald braucht der Mensch. … Wildnis ist als erlebbarer Gegensatz auch für unser kulturelles Bewusstsein wichtig.“

Welche faszinierenden Waldbilder sich in 27 Jahren Nationalparkgeschichte entwickelt haben und dass es im Nationalpark, auf den Dünen, echte Urwälder gibt, zeigte Katrin Bärwald in ihrem Vortrag. „Das Jahr 2018 ist ein historisches Datum für die Wälder, weil nun die initialen Umbaumaßnahmen abgeschlossen sind. Aber auch bei den Menschen hat es in ihrem Verständnis vom Nationalparkwald einen Wandel gegeben.“ Der Gewinn werdender Waldwildnis für Forschung, Bildung und Besucher steht nun im Fokus.
Der Ausblick für das Jahr richtete sich auch auf die Erneuerung von Nationalparkausstellungen, die Verbesserungen in der Infrastruktur, speziell am Leuchtturmweg und auf Hiddensee, und die Ausbildung von weiteren Naturführern.


Claudia Hameister, stellvertretende Leiterin des Nationalparkamtes, moderierte die Veranstaltung und dankte dem Referenten Tim Harms.

Tim Harms, Tourismusgeograf, trug anschaulich vor, welche unterschiedlichen Erwartungen die Besucher im Nationalpark haben. „Erstaunlich hoch ist die Zufriedenheit der Gäste im Nationalpark, was sich in ihren Wiederkehrabsichten widerspiegelt.“ Sehr deutlich wurde dabei, dass der persönliche Kontakt der Ranger mit den Gästen vor Ort ganz wesentlich zur Zufriedenheit der Gäste beiträgt.

Präsentation Forschungsbericht FH Stralsund (Dateigröße: 1,6 MB)





Weitere Stimmen:
Landrat Ralf Drescher:
„Mensch und Natur gehören zusammen. Die Gäste kommen zum großen Teil wegen des Nationalparks. Sie sind ein wichtiger Jobmotor in der Region.“

Bürgermeister (Wieck a. Darß) Bernd Evers:
„Ich freue mich, dass der Radweg zum Leuchtturrm fertiggestellt wird und hoffe, dass sich auch Mittel und Wege finden, die Betonplatten des G-Gestells zu ersetzen.“

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