Ergebnisse der Mittwinterzählung der Wasservögel

Zwei Wochen nach der traditionellen großen Wasservogelzählung Mitte Januar sind nun die Zählbögen und die Ergebnisse aus allen Gebieten des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft zusammengetragen.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Auf den 28 Zählstrecken wurden insgesamt 69.213 Vögel gezählt. Diese verteilen sich auf 61 Vogelarten. Die traditionellen Gewinner der Wasservogelzählung machen auch in diesem Jahr wieder die Plätze 1 und 2 unter sich aus. So wurden 11.926 Höckerschwäne und 7.928 Stockenten erfasst. Relativ dicht gefolgt von Bergente (7.684) und Reiherente (5.805), zwei Tachentenarten, die häufig des Nachts zusammen auf der flachen Ostsee nach Muscheln tauchen und tagsüber auf den Boddengewässern ruhen. Im straken Mittelfeld fallen optisch attraktive Arten wie 1.773 Gänsesäger, 614 Singschwäne oder 131 Zwergsäger auf.

Foto: K. Haase
Mit über 7600 gezählten Exemplaren nimmt die Bergente in diesem Jahr Platz 3 ein.

Neben vielen bemerkenswerten Einzelfunden, so auch 1x Feldlerche (immerhin Vogel des Jahres 2019), erregten auch 66 Knutts die Aufmerksamkeit.
Winternachweise dieser Art waren früher nicht üblich. Jedoch war der Winter bis Mitte Januar noch mehr als herbstlich und auch die aktuelle Prognose sieht keinen Wintereinbruch an der Ostseeküste vor. Das spüren auch ziehende Vogelarten, die, wenn möglich, auch den kräfteraubenden Zugweg verkürzen.

Zum Vergleich: Im Januar 2018 konnten mit rund 40.000 vergleichsweise wenige Winterwasservögel im Nationalpark gezählt werden, im Durchschnitt der vergangenen Jahre waren es etwas 60.000. Ein Rekordwert von über 100.000 Wasservögeln wurde im Januar 2009 erreicht.


Born, 05.02.2019

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