Rangerin aus USA vom Nationalpark begeistert

Andere Nationalparks und Rangerkollegen kennenzulernen, war Ziel der Reise von Rangerin Lee Taylor. Über ein Austauschprogramm der US-Botschaft reiste sie eine Woche lang durch Deutschland und besuchte am 12. März, als letzte Station, den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Hier traf sie Friedemann Bartz, einen langjährigen Ranger im Ruhestand und aktiven Freiwilligen im Park. Die Freude über den außergewöhnlichen Besuch war ihm sichtlich anzumerken. „Wann hat ein Ranger schon die Gelegenheit, Kolleginnen oder Kollegen aus den USA kennenzulernen.“ Die gemeinsame Wanderung am Darßer Ort hinterließ bei beiden tiefe Eindrücke. Lee Taylor begeisterte die Weite der Küstenlandschaft, der Anblick eines Adlers und der Rothirsche in den Dünen.

Foto: H. Herold
Erfahrene Ranger beim Fachsimpeln – Lee Taylor blickt auf 30 Jahre Nationalparkarbeit zurück, Friedemann Bartz ist seit 15 Jahren dabei.

In ihrer Heimat, dem San Juan Nationalpark im Bundesstaat Washington, hat sie ihren Traumjob gefunden. Unterschiede in der täglichen Arbeit der Parkverwaltung gibt es jedoch kaum, wie beide feststellten, auch wenn die Schutzgebiete ein ganz anderes Gesicht haben. Im San Juan Nationalpark sind Bär, Wolf, Berglöwen und Bergziegen zu Hause. Die Reduzierung der Ziegen ist dort eine Aufgabe des Parkmanagements. Gern hätte Lee Taylor auch Wildschweine gesehen, die in der Boddenlandschaft zahlreich vorkommen und ebenfalls in ihrem Bestand reguliert werden müssen. Der Grundsatz Natur Natur sein lassen eint die meisten Nationalparks weltweit, ebenso die Aufgabe, dass in einigen Bereichen der Mensch doch noch regulierend eingreift, zum Beispiel zur Lenkung der Besucherströme. Taylor Lee möchte auf jeden Fall wieder kommen in die weite Boddenlandschaft, mit ihrer besonderen Tierwelt und aus Freude am Austausch mit „ihren“ Rangerkollegen an der Ostseeküste.


Born, 13.03.2019
Nationalparkamt Vorpommern

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