Berühmte Darßwaldkiefer umgebrochen

Einst wartete eine Großmutter unter einer Kiefer auf ihren Enkel, einen Waldarbeiter, dem sie das Mittagessen brachte. „Jeden Tag zur gleichen Zeit …“, so die Überlieferung. Seitdem heißt diese Kiefer im Darßer Wald „Großmutter“. Wenn die alte Kiefer sprechen könnte, hätte sie bestimmt sehr viel zu erzählen.

Foto: Holger Beu
„Großmutter“ zu ihren Lebzeiten. Oben hauste eine Spechtfamilie, unten wurde gerne gerastet.

Nun heißt es Abschied nehmen von dem beliebten Baum, den viele Einheimische noch aus ihren Kindertagen kennen. Sie war ein beliebter Rastplatz und Anlaufpunkt für Nationalpark-Besucher und eine Zeit lang das Zuhause einer Specht-Familie.

Am Wochenende ist die Kiefer mit den Nordostwinden umgebrochen. Es ist schade, aber das ist Natur: unvorhersehbar und mit eigenen Regeln. Das entstandene Totholz ist ein wichtiger Teil des Ökosystems Wald und wird eine lange Zeit für viele Insektenarten Nahrung und Lebensraum sein.



Fotos: Katrin Bärwald
Die umgebrochene “Großmutter” bleibt als Totholz und Lebensraum für Insekten im Wald liegen.

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