Große weltweite Wasservogelzählung

auch im Nationalpark

Am Samstag, dem 11. Januar, laden die Ranger des Nationalparks auf verschiedenen Zählrouten fleißige Helfer zur Mittwinterzählung ein. Interessierte bringen bitte ein eigenes Fernglas und, falls vorhanden, Bestimmungsliteratur mit.

Treffpunkte

Darß: Um 9.30 Uhr ist der Parkplatz „Drei Eichen“ zwischen Born und Ahrenshoop Treffpunkt für die Zähler entlang der Ostseeküste zwischen Ahrenshoop und Prerow, also entlang des Weststrandes bis zum Leuchtturm Darßer Ort. Nach einer Rast am Natureum geht es über den Rundwanderweg zum Nordstrand in Richtung Prerow weiter. Die Tour endet dort gegen 16.00 Uhr.

Zingst: In Zingst warten um 10.00 Uhr am Strandübergang 4, nahe dem Zingsthof, die Ranger auf zahlreiche Mitzähler, die gut zu Fuß sind. Die see- und boddenseitige Wanderung dauert etwa vier Stunden.

Zarrenzin: Zur Vogelzählung entlang der idyllischen Barhöfter Boddenufer treffen sich alle Interessierten um 10.00 Uhr an der barrierefreien Plattform in Zarrenzin. Die etwa zweistündige Tour entlang des Wanderweges am Kliff endet in Barhöft an der Nationalparkausstellung im Haus am Kliff, gleich neben dem Aussichtsturm. Turm und Ausstellung haben geöffnet.

Nationalparkamt Vorpommern
Born, 02.01.2020


Foto links (K. Haase): Verschiedene Watvogelarten (hier Alpenstrandläufer) sind häufige und zahlreiche Wintergäste an der Küste.
Foto rechts (H Lawrenz): Unter sachkundiger Anleitung der Ranger werden alle Wasservögel erfasst.

Hintergrund:
Bei Einbruch des Winters beginnt bei den Vögeln eine große Reisewelle in Richtung Süden. Rund 130 Wasservogelarten nutzen Deutschland als Transitland oder Winterquartier. Im Januar und Februar rasten auf der Ostsee zehntausende arktische Tauch- und Meeresenten. Einige ziehen weiter Richtung Süden, andere bleiben als Wintergäste. Jedes Jahr Mitte Januar findet eine zeitgleiche Zählung der rastenden Wasservögel statt. Das Ziel ist dabei, den Gesamtbestand der Arten, ihr Zugverhalten oder langfristige Veränderungen der Lebensräume zu erfassen. Seit 1967, immer Mitte Januar, werden in 150 Ländern der Welt die Bestände aller Wat- und Wasservögel erfasst. Der Monat Januar wurde gewählt, weil dann das Zuggeschehen weitgehend ruht und die Vögel sich konzentriert, in wenigen Gebieten aufhalten.

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