Glasarche ankert in der Boddenlandschaft

Zum diesjährigen Jubiläum erwartet die Besucher der Großschutzgebiete des Landes ein ganz besonderes Highlight: an drei Standorten soll das Kunstprojekt GlasArche3 vor Anker gehen. Auf seiner Reise durch das Land erreicht am Dienstag, den 12. Mai, als erstes den Wiecker Hafen im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.


Per Tieflader rollte das Kunstwerk am 12. Mai an den Wiecker Hafen.
Foto: K. Bärwald

Die GlasArche3 ist ein Holz-Glas-Ensemble. Ein gläsernes Boot ruht in einer fünf Meter großen Holzhand aus Eiche. Das Kunstprojekt wurde 2015/2016 vom Landschaftspflegeverein Mittleres Elstertal (Zeitz, Sachsen-Anhalt) ins Leben gerufen, um auf die Zerbrechlichkeit der Natur und die Verantwortung eines jeden Menschen für die Bewahrung der Schöpfung aufmerksam zu machen. Die beiden ideengebenden Vorgänger befinden sich im Bayerischen Wald auf dem Lusen und vor dem Glasmuseum in Frauenau.

„Unsere Nationalen Naturlandschaften dienen der nachhaltigen Bewahrung der Natur des Landes. Deshalb passt die Holz-Glas-Skulptur genau dort hin. Sie soll den Betrachter anregen, über die eigene nachhaltige Lebensweise nachzudenken“, freut sich auch Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus auf das Kunsterlebnis. „Ich kann unsere Bürgerinnen und Bürger nur auffordern, das Kunstobjekt als Ausflugsziel zu nutzen, um dann die Naturlandschaft mit anderen Augen neu zu entdecken.“

In Wieck muss gemäß der Corona-Schutz-Verordnung MV auf die geplante Auftaktveranstaltung verzichtet werden. Einwohner und Gäste sind jedoch herzlich eingeladen, die Glasarche an Ort und Stelle auf sich wirken zu lassen. Der Förderverein Nationalpark Boddenlandschaft e.V. wird die Glasarche mit wöchentlich wechselnden Themen in den Sozialen Medien und in der Presse begleiten.


Unter den aufmerksamen Blicken der Initiatoren und Pressevertreter wurde die Position des Glasbootes in der Eichenhand fein ausjustiert. Keine einfache Aufgabe, denn das zerbrechliche Glas muss sorgsam eingebettet sein.
Foto: K. Bärwald

Nach sieben Wochen wird die Arche den Standort wechseln. Am 28. Juni reist sie nach Boizenburg ins Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe und am 16. August nach Waren in den Müritz-Nationalpark. Die Reise der Arche durch Mecklenburg-Vorpommern endet am 04. Oktober und wird wie in Wieck durch vielfältige Aktionen der beteiligten Nationalpark- und Biosphärenreservatsämter sowie der Schutzgebiets-Fördervereine begleitet – soweit dies unter den Einschränkungen aufgrund der Corona Pandemie möglich ist.

Finanziert wurde die Reise der Glasarche durch das Land M-V. Die Norddeutsche Stiftung für Umwelt unterstützt mit Mittel der BINGO-Umweltlotterie das Begleitprogramm im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Der Kurbetrieb der Gemeinde Wieck unterstützt mit der Bereitstellung des „Ankerplatzes“. Der Förderverein des Nationalparks organisiert das Projekt.

Nationalparkamt Vorpommern, 12. Mai 2020

Weitere Informationen zum Kunstprojekt:
www.glasarche-3.de

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