Baumfällarbeiten im Nationalpark an der L21

Entlang der L 21 zwischen Prerow und Wieck, bei Bliesenrade und im Bereich der Jugendherberge Born Ibenhorst fallen braune, abgestorbene Fichten auf. Damit diese nicht auf die Straße fallen, werden hier ab Mitte August im Gefahrenbereich Baumfällarbeiten durchgeführt.

Um die Bäume gezielt und gefahrlos zu Fall zu bringen, wird ein Harverster (Holzerntemaschine) eingesetzt. Das Holz wird anschließend weggerückt, um weitere Arbeiten zur Sicherung der Straße nicht zu behindern. Grundsätzlich bleiben abgestorbene Bäume oder Baumteile im Nationalpark jedoch liegen, damit sie im naturbelassenen Wald als Lebensraum für seltene Insekten und Pilze und als Humuslieferant zur Verfügung stehen.

Zur Ursache für das vermehrte Absterben der einst gepflanzten Sitkafichten erläutert der Leiter des Nationalparkamtes, Gernot Haffner: „Die Bäume sind durch die Dürrejahre 2018 und 2019 stark vorgeschädigt. In diesem Jahr kommt ein massiver Befall der Sitkafichtenröhrenlaus hinzu. Aber auch Buchdrucker und Bastkäfer finden hier bevorzugt Habitate. Alles zusammen führt letztlich zum Absterben der Bäume, die ursprünglich aus Nordamerika stammen.“ Um den urigen Darßwald müsse sich jedoch keiner sorgen, „Die natürlich vorkommenden Baumarten bleiben hiervon verschont und werden die Flächen der absterbenden Sitkafichtenwälder nach und nach bewachsen“, ergänzt der Forstmann.

Die Nationalpark-Wälder bleiben seit 2017 ganz der Natur überlassen. Ausnahmen bleiben Eingriffe zur Verkehrssicherung an den Straßen und an Wegen.

Nationalparkamt Vorpommern

Born, den 28. Juli 2020


Die abgestorbenen Fichten auf dem Darß, an der L21, werden im Nationalpark gefällt.
Foto: K. Nolte

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