Alles vorbereitet für die Besucher

Endlich. Für viele Besucher steht das lang ersehnte Naturerlebnis im Nationalpark bevor. Besonders Radfahrer können sich freuen. Im Zuge des größten Wegebauprojektes seit etwa 10 Jahren wurden etwa 7 Kilometer Rad- und Wanderwege im Darßwald erneuert. Für Wanderer zimmerten Nationalparkmitarbeiter Teile des hölzernen Bohlensteges durch die Kernzone am Darßer Ort neu. Ausstellungen, Projekttage und Führungen starten wieder.

2 Radfahrer nutzen den modernisierten Weg im Darßwald im Nationalpark Boddenlandschaft © Lutz Strm
Radfahrer nutzen den modernisierten Weg im Darßwald

Zwischen Prerow und dem Weststrand erstreckten sich die Wegebaumaßnahmen auf jeweils rund 2300 laufende Meter des Langseer Wegs, des Mittelwegs sowie des k-Gestells. Zudem fand ein Rückbau der holprigen Betonplatten des Langseer Wegs auf einer Länge von 150 m statt. Die Modernisierung der Rad- und Wanderwege dient nicht nur der Verbesserung der touristischen Infrastruktur. Insbesondere Radfahrer, aber auch Kinderwagen und Rollstuhlfahrer können hier nun holper- und unfallfrei das Schutzgebiet passieren - auch in besucherstarken Zeiten. Vor allem ist darüber hinaus die ungehinderte Nutzung durch Rettungsfahrzeuge gewährleistet. Die örtlichen Feuerwehren mit der dazugehörigen Wasserrettung stuften den Wegeausbau als besonders dringlich ein, um den Rettungsfahrzeugen die Zufahrt an die Einsatzorte Darßwald und Weststrand zu ermöglichen. Für eine naturverträgliche Bauweise und lange Festigkeit der Wege wurde ein bläulicher Naturstein verwendet, der sich nach und nach farblich in die umgebende Natur einfügen wird.

Ausschließlich Wanderern vorbehalten ist der Rundwanderweg am Darßer Ort, durch das jüngste Land des Nationalparks. Die streng geschützte Dünenlandschaft mit den eingeschlossenen Strandseen und jungen Wäldern sorgt zu jeder Jahreszeit für überraschende Naturerlebnisse. Hier erneuerten die Mitarbeiter des technischen Dienstes des Nationalparkamtes das strandparallele Wegestück durch die Dünen komplett. Die 800 Meter Stegbau aus Lärchenholz hatten es in sich, da in den sensibelsten Naturbereichen viel Handarbeit und logistische Kreativität gefragt ist.

Nationalpark-Mitarbeiterin erklärt Spechtspuren am Baum © L. Reisig
Kristin Nolte zeigt Spechtspuren

Führungen mit Ranger*innen starten ab dem 8. Juni auf der Insel Hiddensee und auf dem Zingst. Die Ausstellung in der Sundischen Wiese öffnet am 1. Juni ihre Türen mit den geltenden Hygieneauflagen, z.B. der Nachweis eines tagesaktuellen negativen Testes.

Auch Schulklassen dürfen wieder mit dem Umweltbildungs-Team den Nationalpark erkunden und nutzen die Gelegenheit vor den Sommerferien gern. Endlich wieder raus heißt es dann auch bald für die Junior-Ranger*innen.

Kleine und große Ranger*innen wünschen sich eines gemeinsam, wenn wieder sehr zahlreich Naturfreunde im Schutzgebiet unterwegs sind: „Liebe Besucher*innen, genießt unsere einmalige Natur im Nationalpark und denkt daran, dass abseits der Wege das Reich der Tiere und Pflanzen beginnt und wir Menschen hier rücksichtsvolle Gäste sind. Deshalb kommt auch der Hund an die Leine und der Müll zurück in die Tasche.“