Entdecken, erleben, schützen – 31. Juli ist Welt-Ranger-Tag

Natur hautnah erleben und dabei die unverzichtbare Arbeit der Rangerinnen und Ranger kennenlernen: Anlässlich des Welt-Ranger-Tags am 31. Juli 2026 sind alle Interessierten in die Nationalparkausstellung Sundische Wiese Zingst und zur Rangerführung durch den Darßwald eingeladen.

Ranger führt durch den Darßwald und erklärt den Lebensraum Wald © Linda Sturm
Rangerführung durch den Darßwald

Der Aktionstag lenkt den Blick auf die globale Bedeutung der Rangerarbeit für Natur- und Klimaschutz und macht sich für bessere und sichere Arbeitsbedingungen stark.
Die Rangerinnen und Ranger aus dem Revier Zingst geben am 31. Juli in der Nationalparkausstellung Sundische Wiese spannende Einblicke in den vielseitigen Berufsalltag. Mit einem bunten Infostand und einer Filmvorführung wird die Arbeit im Schutzgebiet veranschaulicht, im persönlichen Austausch erzählen die Ranger Spannendes und Kurioses.
 

In Born startet um 10 Uhr die Rangerführung „Wald im Wandel“. Hier geht es mit dem Fahrrad durch den urigen Darßwald. Auf mehreren Zwischenstopps wird so manches Geheimnis dieses wertvollen Ökosystems gelüftet. Eine Anmeldung ist erwünscht und bis zum 30.07.2026 15 Uhr möglich.
 

Zum 20. Mal würdigt der World Ranger Day die unverzichtbare Arbeit von Rangerinnen und Rangern weltweit. Unter dem Motto „Ranger: Wächter eines sich wandelnden Planeten“ stehen sie im Mittelpunkt – Menschen, die sich tagtäglich für den Schutz von Natur, Artenvielfalt und einzigartigen Landschaften einsetzen. In den Nationalparken, Naturparken, Biosphärenreservaten und Wildnisgebieten – den Nationalen Naturlandschaften – bieten zahlreiche Veranstaltungen Gelegenheit, den Rangerinnen und Rangern über die Schulter zu schauen: https://nationale-naturlandschaften.de/world-ranger-day-2026-veranstaltungen/ 
 

Rund 850 Rangerinnen und Ranger in Deutschland stehen für eine professionelle Betreuung der Schutzgebiete. Ihr Beruf ist anspruchsvoll, vielseitig und hochrelevant für die Zukunft: Sie dokumentieren Arten, schützen sensible Lebensräume und sorgen dafür, dass Verhaltensregeln in der Natur eingehalten werden. Gleichzeitig wirken sie als Vermittler zwischen Menschen und Natur, etwa im Gespräch mit Schutzgebietsgästen und Anwohnenden, bei Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche oder in der Zusammenarbeit mit Landnutzenden. Durch ihre tägliche Arbeit stärken sie in der Gesellschaft das Verständnis für ökologische Zusammenhänge und schaffen Naturerlebnisse, die Menschen für den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen begeistern. 
 

Ihre Einsatzorte sind vorrangig die Nationalen Naturlandschaften – ein Bündnis aus 141 Gebieten von den Küsten bis in die Alpen. Diese sind wichtige Rückzugsräume für bedrohte Arten und bieten Menschen zugleich naturschonende Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.
 

Weltweit nehmen etwa 285.000 Rangerinnen und Ranger eine Schlüsselrolle darin ein, globale Naturschutzziele zu erreichen. Rund 150 von ihnen verlieren jedes Jahr im Dienst ihr Leben – insbesondere durch Wilderer, Angriffe von Wildtieren und Naturkatastrophen. Der Welt-Ranger-Tag macht global auf die schwierigen Arbeitsbedingungen aufmerksam und fordert erhebliche Verbesserungen - wie faire Löhne, gute Aus- und Weiterbildung und angemessene Ausstattung. 
 

„Gegenseitiger Respekt und Verständnis füreinander, Schutzgebietsregeln anerkennen und ein wenig Verzicht im täglichen Leben helfen, unsere einzigartige Natur auch für kommende Generationen zu erhalten.“, betont Jens Liß, Co-Vorsitzender des Bundesverbands Naturwacht e. V. Der Verband ruft anlässlich des Welt-Ranger-Tags jährlich zu Spenden auf, die an die Thin Green Line Foundation gehen. Diese unterstützt Rangerinnen und Ranger weltweit unter anderem mit Schutzausrüstung, Erste-Hilfe-Paketen und Fortbildungsangeboten.