Neue Chance für die Düne

Der Strandübergang „Rehberge“ wurde wenige Meter Richtung Norden versetzt – eine wichtige Chance für den Schutz des empfindlichen Lebensraumes.

© L. Reisig
Die Stürme im Herbst, Winter und Frühling werden dafür sorgen, dass der ehemalige Übergang versanden kann.

Manchmal müssen sich die Menschen zurücknehmen und andere Wege gehen, um der Natur mehr Platz und Ruhe einzuräumen. Genauso symbolisch lässt sich die Versetzung des Strandübergangs „Rehberge“ am Weststrand betrachten. Sie setzt einen Meilenstein zum Schutz der südlich vom ehemaligen Strandübergang gelegenen Fläche. Die nach Natura 2000 geschützte Teilfläche zählt zum Lebensraumtyp Steilküste/Kliffranddüne und befindet sich aktuell in einem nicht sehr guten Zustand. Sie fungiert sie als wichtiger Lebensraum und ist besonders empfindlich.
 

Bisher kam es leider durch Tritteinwirkungen und durch das Bauen von Strandburgen zu Beeinträchtigungen des Lebensraumes. Um diese zu verringern, wurde der Strandübergang „Rehberge“ deshalb um wenige Meter Richtung Norden an einen bereits vorhandenen Trampelpfad versetzt. Der ehemals genutzte Übergang wurde mit naturnahen Materialien, in diesem Fall Baumstämmen, geschlossen. Den neuen Übergang finden Besucher*innen neben den Fahrradstellplätzen, links vorbei an der Info-Tafel zum Thema Dünen.
 

Diese Maßnahme dient auch dem Schutz der angrenzenden Weißdüne. Weitere Trampelpfade, die verbotenerweise durch Besucher*innen entstanden sind, werden ebenfalls naturnah geschlossen. Eine gezielte Besucherlenkung soll vermeiden, dass die Pfade weiterhin illegaler Weise von Besucher*innen genutzt werden.
 

Mitarbeiter des technischen Dienstes des Nationalparksamts Vorpommern sind während der Umsetzung der Maßnahme auf zahlreiche positive Rückmeldungen gestoßen. Nach einer kurzen Erklärung durch die Mitarbeitenden befürworteten die Besucher*innen diese Naturschutz-Maßnahme. Einige Besucher*innen sahen zudem einen positiven Nebeneffekt: die Versetzung des Übergangs kann bewirken, dass weniger Sand auf die Wege weht. Bis dahin sollten die Menschen etwas Geduld mitbringen. Damit sich der Pflanzenwuchs in dem Lebensraum entwickeln kann und den Sand mit den Wurzeln halten kann, muss noch etwas Zeit vergehen. Bis dahin lässt sich nicht oft genug betonen: Dünen dürfen nicht betreten werden.